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Blogpause

Im März hat es keinen Blogartikel von mir gegeben. Im April wird es auch keinen geben. (Außer diesem hier natürlich.) Es wird vermutlich über längere Zeit keinen Blogartikel geben, da ich gerade an einem anderen Projekt arbeite, das sehr viel Zeit beansprucht, von dem ich aber auch noch nicht verraten will, was es denn wird. Wenn es fertig ist, werde ich es natürlich kundtun, aber bis dahin müsst ihr leider erstmal ohne das Pastorendasein auf Helgoland leben. 
Und kommt jetzt bloß nicht auf dumme Gedanken! Nein: Ich bin NICHT schwanger!  Krank auch nicht - bis auf die Rückenschmerzen, die mich von Zeit zu Zeit plagen, aber die zählen nicht. Ich habe nur einfach gerade keine Zeit, den Blog weiterzuschreiben. Das ist alles. 
Wer allerdings bereit ist, sich auf soziale Netzwerke einzulassen, findet immer wieder etwas über mein Dasein auf Helgoland und anderswo auf Snapchat und Instagram. Bei beiden bin ich unter dem Benutzernamen revphansen zu finden.
Und wenn ich mein Projekt fertig habe, dan…
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Hundekacke mit Fähnchen

Ja, die findet man tatsächlich auf Helgoland: Hundekacke mit Fähnchen. Hundekacke mit Zielflagge, um genau zu sein. (Das Original befindet sich hinter  dem Emoji-Haufen auf dem Bildund und war mir zu unappetitlich, um es hier zu zeigen.)

Zum ersten Mal sind mir die mit schwarz-weiß karierten Fähnchen garnierten Hundehaufen kurz vor meinem Urlaub aufgefallen. Ich war selbst gerade auf Hunderunde und mein Pelzgesicht hatte die Haufen natürlich zuerst entdeckt. Durch den Geruch. Nicht durch die Fähnchen. Ich stand eine ganze Weile davor, bewunderte das Kunstwerk und machte mir so meine Gedanken. Wollte jemand auf die Hundehaufen aufmerksam machen, damit niemand reintritt? Eigentlich eine gute Idee, denn diese Haufen lagen zwar am Wegrand und nicht mitten auf dem Weg, aber durchaus in Reichweite unachtsamer Füße.
Oder wollte jemand auf diese Weise seinen oder ihren Unmut kundtun? Jedenfalls fand ich die Markierungsaktion vor ein paar Wochen noch irgendwie witzig. Als ich vorgestern von mein…

Versagensangst?! Predigt vom 14.01.2018

Predigttext: 1. Korinther 2, 1-10 ————————————
Ich werde euch heute mal einen Schwank aus meiner Jugend erzählen: Vor langer, langer Zeit, als ich noch nicht Pastorin war, war ich Mitglied in einer Karnevalsgesellschaft und habe dort getanzt, in der Prinzengarde und als Tanzmariechen.Der Gardetanz war für mich immer relativ entspannt, weil ich ja nicht alleine war. Es gab immer Mittänzerinnen, bei denen man abgucken konnte.Als Tanzmariechen ist das natürlich anders. Da steht man ganz alleine vor dem Publikum. Da war ich dann auch entsprechend aufgeregter.Ich sollte in einem Jahr nach der Karnevalszeit an einem Turnier im Karnevalstanz teilnehmen. Die Folge war, dass ich schon während der Karnevalszeit vor jedem Auftritt nicht nur Lampenfieber hatte, sondern richtige Angst. Ich war so aufgeregt, dass ich alles vergessen hatte, sobald ich auf der Bühne oder auf der Tanzfläche stand. Der ganze Tanz war weg. Blackout. Aber ich konnte ja nicht nur rumstehen, während die Musik lief. Also habe…

Diebstahl total sophisticated

Es ist ja faszinierend, welche Ausdrucksformen die kriminelle Energie in unserer Kirche manchmal findet. Da werden Sachen auf Weisen geklaut, auf die ich nie käme. Gut, nun käme ich sowieso nicht darauf, überhaupt irgendwas zu klauen. Aber gesetzt den Fall, ich wäre total mission-impossible-mäßig drauf, wäre ich trotzdem nicht auf die Täuschungsmanöver gekommen, die in unserer Kirche bisweilen angewendet werden, um sich unerkannt des Interieurs zu bemächtigen.
Einer der Diebe, die bei uns ein-und ausgehen, wollte an das Geld im Kollektenkasten. Dazu hat er den ganzen Kollektenkasten abgebaut und mitgenommen. Aber nicht nur das! Er (oder sie - Geschlecht ist eigentlich unbekannt) hat sich doch tatsächlich die Mühe gemacht, einen optisch ähnlichen Kasten zu beschaffen und diesen mit viel handwerklichem Geschick an der Stelle anzubringen, an der der alte, mit Geld prall gefüllte Kollektenkasten hing. Und soll ich euch was sagen: Der Plan ging auf! Lange Zeit hat niemand gemerkt, dass das …

Taufe am Totensonntag

Es fing alles an mit der Taufanfrage für den 26.11 2017 und meinem etwas konsternierten, aber zum Glück nur gedachten Kommentar: Ihr wisst schon, dass das Totensonntag ist?! Nein, wisst ihr nicht!
Via Whatsapp habe ich dann mitgeteilt: Seid ihr sicher, dass es der 26. 11. sein soll? Das ist Totensonntag, mit Verlesen der Namen der Verstorbenen und Kranzniederlegung (Ja, bei uns auch am Totensonntag). Wäre der 1. oder 2. Advent nicht schöner?
Nach etwas Bedenkzeit kam die Antwort: Also wir möchten den 26.11.17 gerne beibehalten. Und irgendwie passt ja zum Totengedenken auch das Thema Geburt bzw. Taufe ...
Wow, was für eine Einsicht! Frau Pastorin kann echt noch was dazulernen, wenn sie mal auf ihre Schäfchen hört! Denn natürlich hatte diese Familie sowas von Recht!
Und siehe, es wurde ein ganz wunderbarer Gottesdienst! Einerseits vom Thema her, denn die Taufe im Zusammenhang mit dem Tod macht ja wirklich so viel Hoffnung. Das drösel ich euch jetzt aber nicht im Einzelnen auf. Hättet halt z…

Trauerfeiern für Ausgetretene

Habt ihr eigentlich eine Ahnung, was ihr mir antut, wenn ihr so mir nichts, dir nichts aus der Kirche austretet und dann auch noch den Nerv habt, zu sterben?!
Nein, habt ihr nicht, denn sonst würdet ihr euch das sicher nochmal überlegen. Das mit dem Kirchenaustritt meine ich.
Mir verursacht es immer eine Menge seelischen Stresss, wenn Angehörige von ausgetretenen Verstorbenen bei mir auf der Matte stehen und eine kirchliche Trauerfeier wollen. Da stecke ich nämlich schon gleich in der Klemme, weil ich einerseits gerne die Bedürfnisse der trauernden Hinterbliebenen berücksichtigen möchte, die einen Abschied brauchen, und andererseits aber auch den Willen der verstorbenen Person nicht über Bord schmeißen will, die ja nunmal ausgetreten ist, eine kirchliche Trauerfeier vielleicht wirklich nicht gewollt hätte und sich nun ja nicht mehr wehren kann.
Solche Verstorbenen gibt es wirklich. Nicht alle treten wegen des Geldes aus sondern durchaus auch aus Glaubensgründen, bzw. aus Gründen des nich…

Auf den Kopf gestellt

EKD Synode, Diskussion darüber, was Kirche attraktiver macht, Kirchenaustritte, eigene Auseinandersetzungen mit den sogenannten Kirchenfernen, ... All das lässt mich gerade über meinen eigenen Glauben nachdenken: Was er für mich und mein Leben bedeutet, wie sehr er mir ein gutes Fundament gibt, wie sehr er mir Möglichkeiten gibt, meine Seele auszuruhen und wie sehr er mein Leben auf den Kopf stellt.
Meistens fühlt er sich an wie eine Bank, auf die ich mich erschöpft fallen lassen kann, um Pause zu machen vom Alltäglichen. Gott sitzt dann neben mir und wir führen Gespräche. Und da passiert es (ziemlich oft), dass mein Glaube an Gott (oder ist es Gott selber?) alles auf den Kopf stellt, die Bank umkippt, auf der ich gerade so gemütlich Platz genommen habe, und mich zum Aufstehen zwingt. So dass ich manchmal nur noch sagen möchte: „Ey Alter, was soll das jetzt wieder?!“ 



Da sind einerseits die alten und vertrauten Dinge, die Traditionen, die mir Halt geben und in denen ich mich aufgehoben …